Initiativen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden Pforzheim
 

Aktuelles aus der ACG Pforzheim



Gelungene ökumenische Bibelleseaktion in der Barfüßerkirche

 

Die Bibel ist das Wort Gottes und keine Mogelpackung

Kürzlich habe ich wieder an die gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden getragene Bibelleseaktion am Sommeranfang dieses Jahres gedacht. In einer Woche haben Gemeindeglieder und Menschen wie du und ich hier in Pforzheim in einer gemeinsamen Bibelleseaktion in der Barfüßerkirche die gesamte Bibel einmal laut und öffentlich vorgelesen. Das Kirchengebäude war zu dieser Zeit offen und man konnte sich einfach hineinsetzen und zuhören. Leider waren nicht immer viele Leute zum Zuhören da, manchmal nur ein oder zwei Leutchen. Dennoch, ich möchte den Organisatoren für Ihre Liebe zum Wort Gottes für alle danken und sie ermutigen, damit weiterzumachen:

Ich und sicher auch andere Gemeindeglieder fänden es sinnvoll, in naher Zukunft wieder einmal so eine Aktion für die Gemeinde zum gemeinsamen Bibellesen zu gestalten und zu organisieren. Es geht dabei nicht um einen Rekordversuch, sondern darum, dass das Wort Gottes mehr und öfter laut hörbar und verständlich unter den Leuten zur Sprache kommt. Gründe, weshalb es gut ist, die Bibel öffentlich zu lesen, gibt es viele: 

Da ist einmal die Wichtigkeit des Wortes Gottes. Unter den vielen anderen Stimmen der Zeit, Radio Fernsehen Zeitung und Internet kommt es doch viel zu selten vor.

Und da ist auch die Schönheit des Wortes Gottes, das ja nach Martin Luther und auch den Kirchenvätern gemäß Trost, Erbauung und Liebe und Barmherzigkeit Gottes spendet und verkündet.

Auch steckt ein großer Teil an Ermahnungen für die Gemeinde in der Bibel. Aber auch das brauchen wir ab und zu.

Ich jedenfalls habe an dem Tag, an dem ich gemeinsam mit einer Kollegin aus der Gemeinde aus dem Jakobusbrief vorgelesen habe, eine wertvolle Erfahrung damit gemacht, die Bibel einmal laut vorzulesen. Und zwar gleich eine doppelte: mir selbst und auch den anderen dadurch Mut zuzusprechen. Und meine Kollegin hat es genauso empfunden. Der Reformator hat ja das Wort der Heiligen Schrift, wie er die Bibel nannte, gemeinsam mit den anderen drei Theologischen Grunderkenntnissen sehr hoch geschätzt.

Sola Scriptura, allein die Schrift soll im Mittelpunkt des christlichen Glaubens stehen. Mit einer solchen Bibelleseaktion, wo in einer bestimmten Zeit die gesamte Bibel von Menschen wie du und ich, also von Laien durchgelesen wird, erscheint der inhaltliche Wert und theologische Schatz der Bibel wirklich in einem neuen Licht. Wer das nicht glaubt, der kann es ja selbst einmal ausprobieren. Jeden Tag einige Verse laut lesen, und man hat wieder ein neues Verhältnis zum Wort der Bibel. Es wird wieder lebendig und erhält Relevanz für unser Leben. War diese Relevanz für die beiden Hauptinitiatoren dieser guten Bibelleseaktion das Ziel? Pfarrer Theo Leonhard und Tobias Gfell waren sicher einig darin, dass es nicht um die Geschwindigkeit ging, sondern um den inhaltlichen Wert des Alten und Neuen Testaments.

Sonja Honold




500 Jahre Reformation – Veranstaltungen Herbst 2017

Programmheft zum Download



Gemeinsames Wort zum Jahr 2017 – 500 Jahre Reformation

Deutsche Bischofskonferenz und Rat der Evangelischen Kirche veröffentlichen Gemeinsames Wort zum Jahr 2017 – 500 Jahre Reformation:

„Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“




2017 - Reformationsgedenken

www.2017gemeinsam.de

2017 feiern die evangelischen Kirchen "500 Jahre Reformation". In den vergangenen Jahrhunderten dienten die Reformationsjubiläen vor allem dazu, das eigene Selbstverständnis zu stärken und die Trennung zur katholischen Kirche deutlich zu machen. Im Jahr 2017 soll dieses Ereignis nun erstmals so weit wie möglich ökumenisch begangen werden. Dieses Projekt ist ein Beitrag dazu, bis 2017 gemeinsam unterwegs zu sein.

Getragen wird es vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes auf evangelischer Seite und dem Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik auf katholischer Seite.

Diese Webseite soll Raum bieten, um gemeinsam über die lutherisch/römisch-katholische Ökumene ins Gespräch zu kommen. Jeder kann sich beteiligen und Ihre Meinung zählt: Erstmals haben alle die Möglichkeit, über das Internet an der Rezeption eines ökumenischen Dialogdokumentes mitzuwirken. Das Ergebnis, eine kommentierte Version mit einer Fülle von Ansichten und Anregungen, wird am Ende dem Lutherischen Weltbund in Genf und dem Päpstlichen Einheitsrat in Rom übergeben. Wenn Sie also kommentieren, diskutieren und konkret werden, gestalten Sie den gemeinsamen Weg nach 2017 mit.



Friedensappell

In zunehmender Deutlichkeit wird uns in diesen Tagen die Brutalität und Härte der Konflikte im Nahen Osten, in der Ukraine und in Afrika vor Augen geführt.

Gemeinsam mit unseren jüdischen und muslimischen Mitmenschen lehnen wir Christen hier in Pforzheim den Weg der Gewalt ab. Wir treten ein für Dialog, Akzeptanz und das gemeinsame Ringen um Annäherung und Verständnis.

Mit Erschrecken stellen wir fest, dass sich die Spirale von Gewalt und Gegengewalt durch gegenseitige Provokationen und Schuldzuweisungen immer weiter verstärkt. Deshalb lehnen wir es ab, wenn – trotz allem Verständnis für Betroffenheit und Wut angesichts der vielen unschuldigen Opfer – die eine oder andere Seite herabgewürdigt oder diffamiert wird. Wir widersprechen allen Hetzparolen oder rassistischen Provokationen gegen einzelne Gruppen – gleich ob Juden, Christen oder Muslime. Solches Verhalten trägt letztlich zur Eskalation der Lage bei, verfestigt Vorurteile und fördert den Hass zwischen den Religionsgemeinschaften und Nationalitäten.

Wir sind der festen Überzeugung, dass eine dauerhafte Befriedung nur über den Weg des Gewaltverzichtes gelingen kann. Darum setzen wir den Dialog über religiöse, nationale und weltanschauliche Grenzen hinweg fort und lassen uns von unseren positiven Erfahrungen der letzten Jahre im interreligiösen Dialog motivieren, den Weg der Friedens und der Versöhnung weiterzugehen. Wir tun dies im Vertrauen auf die friedensstiftende Kraft der Religionen. 

  • Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden (ACG) Pforzheim
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