Alle(s) inklusiv- Gottesdienst

Inklusion trägt zu einer diskriminierungsarmen Kirche bei

Quelle: Silke Fux

Einen bewegenden „Alles inklusiv-Gottesdienst" für Menschen mit und ohne Behinderung   feierten die christlichen Kirchen in der Bruder-Klaus-Begegnungsstätte in Liebfrauen in Dillweißenstein zum Thema „Aufbrechen“.  Inklusionsgottesdienste finden zweimal jährlich in Pforzheim für Menschen mit und ohne Behinderung statt. Der Gottesdienst „Alle (s) inklusiv“ ist getragen von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden in Pforzheim und wird immer in einer anderen Kirche und Gemeinde gefeiert.
 
„Aufbrechen“ lautete das Motto des Inklusionsgottesdienstes, musikalisch mitgestaltet von der Band der Gruppe „Go live“.  Aufbrechen war dann auch Programm. „Was kann alles aufbrechen?“, lautete die Frage. Die Antworten, illustriert mit Hilfe von Bildern, kamen prompt: „Löwenzahn“, eine Mohnblüte“, Knospen, Nussschalen, ein Ei, aus dem ein Küken schlüpft, Aufbruch zum Wandern, zum Urlaub und vieles mehr. Einen ganz besonderen Aufbruch gab jedoch auch durch die Auferstehung an Ostern.
 

Quelle: Silke Fux

Der besondere Gottesdienst zeichnet sich durch eingängige Rhythmen, Bewegungslieder, durch eine einfache Sprache und Gebärden aus. Mit dabei war auch die Referentin für Inklusion der Erzdiözese Freiburg, Katja Dobrocsi, die sich auch ebenso um Erwachsenen- und Frauenpastoral kümmert. „Wenn es uns als Kirche wichtig ist, diskriminierungsarm unterwegs zu sein, ist Inklusion ein Teil der Antwort“, betont Dobrocsi. Auch der der gemeinsame Plausch und Austausch bei einem Imbiss nach dem Gottesdienst ist bei „Alle(s) inklusiv“ wichtig und gehört längst dazu.    
 
 Ruth Kaspar ist es zu verdanken, dass es zweimal im Jahr einen ökumenischen Gottesdienst für Menschen mit ohne Behinderung in Pforzheim gibt. Früher besuchte die   Mutter einer erwachsenen Tochter, die seit Geburt eine Behinderung hat, regelmäßig Kindergottesdienste. Doch vom Alter passte dies nicht mehr. Die Mutter suchte nach Alternativen, nahm für Inklusionsgottesdienste zunächst auch weite Strecken in Kauf, wandte sich dann an die Erzdiözese Freiburg und stieß schließlich Inklusionsgottesdienste auch in Pforzheim an.
 
Text : Silke Fux